Wir schlemmen uns durch die Schweizer Straße

Homeoffice, Homeschooling, die Kleinen gerne mal den ganzen Tag im Schlafi und dann, weil alles schnell gehen muss: Nudeln mit Tomatensoße… so oder so ähnlich läuft es doch gerade bei den meisten. Höchste Zeit also, sich mal eine harte Hose anzuziehen, über die Schweizer Straße in Sachsenhausen zu flanieren und sich durch die ‚To-Go-Leckereien‘ zu probieren.

Wir starten ganz klassisch und traditionell bei der Apfelweinwirtschaft Wagner (Schweizer Straße 71). Hier gibt es Frankfurter Apfelweinkultur zum Mitnehmen: Handkäs mit Musik, Rippchen mit Kraut und Grie Soß‘. Die Wochenkarte, online abrufbar, hält aber auch saisonale Gerichte bereit, wie hausgemachten Grünkohl oder Wildschweingulasch mit Rotkohl und Klößen. Zu den Klassikern der Frankfurter Küche lassen wir uns noch zwei Mispelchen einpacken, denn der nächste ‚Call‘ kommt ja ganz sicher.

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Bareburger, Schweizer Straße - © #visitfrankfurt, Sabine Gnau

Die Kinder wünschen sich Burger und Pommes. Die gibt’s nur ein paar Schritte weiter bei Bareburger am Schweizer Platz. Das erste Bareburger-Restaurant in Europa ist liebevoll mit vielen Recyclingmaterialien ausgestaltet und hat sich ‚sauberem Essen‘ verschrieben. Wir entscheiden uns für French Fries, Süßkartoffel-Pommes und einen ‚the standard‘-Burger. Alles wird frisch zubereitet und schmeckt einfach köstlich – diese karamellisierten Zwiebeln… Die Verpackungen kommen ohne Kunststoff aus und wir naschen schon ein paar Pommes auf dem Weg weiter die Schweizer hinunter Richtung Main.

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Pommes von Bareburger - © #visitfrankfurt, Ines Philipp

Wir besorgen nun erstmal ein wenig Nervennahrung für die nächsten Tage Homeoffice vs. Homeschooling und statten der Traditionskonditorei Jamin (Schweizer Straße 54a) einen kleinen Besuch ab. Nachdem unsere Augen und Herzen einen Moment an den farbenfrohen und formschönen Petits Fours verweilten, widmen wir uns dem Sortiment hausgemachter Pralinen. Für die Mädels gibt es ein Tütchen leckerster alkoholfreier Kreationen und für die Großen stelle ich eine mitunter hochprozentige Auswahl zusammen. Nicht fehlen darf natürlich die Frankfurter Römerpraline: eine hauseigene Pralinenspezialität, die dem berühmten Rathaus der Stadt Frankfurt gewidmet ist. Ganz „frankfurttypisch“ sind sie mit einer feinen Ganache aus Apfelschnaps gefüllt. Köstlich.

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Pralinen - Konditorei und Confisserie Jamin - © #visitfrankfurt, Ines Philipp

Da sich die Damen außerdem noch Kuchen zum Nachmittagskaffee wünschen, trollen wir uns weiter Richtung Café Wacker (Schweizer Straße 18). Wacker’s Kaffee ist eine Institution in Frankfurt und bietet Kaffeespezialitäten aus eigener Rösterei. Neben dem Stammhaus am Kornmarkt gibt es Cafés auf der Berger Straße, im Grüneburgweg und eben hier in Sachsenhausen. Über fünfzehn Torten und Kuchen stehen in der blanken Theke und die Mädels entscheiden sich für klassischen Käsekuchen und eine Waldbeertorte während ich mir duftende Kaffeebohnen fürs Homeoffice einpacken lassen. Für den Weg bekommen die kleinen Mädchen noch einen leckeren Milchschaum to go.

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Café Wacker, Schweizer Straße - © #visitrankfurt, Ines Philipp
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Café Wacker - © #visitfrankfurt, Ines Philipp

Wir wenden und laufen auf der anderen Straßenseite wieder Richtung Süden. Am Schweizer Platz biegen wir in die Oppenheimer Landstraße und halten direkt beim Moka. Inhaberin Popi empfängt uns strahlend und lässt uns ihren vorzüglichen alkoholfreien Glühwein probieren. Eine Neuerung auf der Karte, denn Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen ist corona-bedingt seit Wochen untersagt.

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Moka, Schweizer Straße - © #visitfrankfurt, Ines Philipp

Eine weitere Spezialität des Hauses ist der selbstgeröstete Kaffee, den man selbstverständlich auch für die heimische Maschine kaufen kann. Täglich bieten Popi und ihr Kompagnon Saki von Frühstück über warmes Mittagessen und Kuchenträume – die selbstgebackenen Zimtrollen sind legendär- bis hin zum Abendsnack alles an. Frisch, mit ganz viel Liebe zubereitet und aus aktuellem Anlass natürlich alles ‚to go‘. Ich schwanke zwischen der heißen Gulaschsuppe mit Feta-Rosmarin-Chips und den äußerst beliebten Stullen, die in vielen leckeren Varianten angeboten werden und entscheide mich letztendlich für eine Avocado-Spiegelei-Stulle, die an Schönheit und Köstlichkeit kaum zu übertreffen ist. Eine absolute Empfehlung: das Brot ist knusprig und kräftig, die Avocado cremig und das Spiegelei auf den Punkt. Die frischen Beeren, der knackige Salat und das vorzügliche Dressing runden den Geschmack ab. Ein Genuss.

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Moka, Schweizer Straße - © #visitfrankfurt, Ines Philipp

Weil wir schon unterwegs sind, nehmen wir uns noch etwas fürs Abendessen mit. Sushi soll es werden. Phänomenale Exemplare der japanischen Spezialität gibt es im netten kleinen Ecklokal von Sushiko (Schweizer Straße 61). Schon die vielen Aufkleber mit Auszeichnungen und vorderen Plätzen bei bekannten Restaurant-Rankings an der Eingangstür versprechen Hochgenuss. Während wir in der offenen Küche die beiden Köche bei ihrem Handwerk beobachten können, wählen wir eine bunte Mischung der filigranen Röllchen. Die Uramaki mit frittierter Garnele, Tatarensoße und Flying Fish Rogen sind der Knaller und das Lachs-Nigiri so butterzart, dass der Fisch auf der Zunge zergeht.

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Sushiko, Schweizer Straße - © #visitrankfurt, Ines Philipp

Auf dem Weg nach Hause machen wir noch einen kurzen Stopp bei der Blumengalerie Frankfurt (Schweizer Str. 68) und nehmen uns einen dicken Strauß Frühling mit.

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Blumengalerie, Schweizer Straße - © #visitrankfurt, Ines Philipp

Wir beschließen wir den kulinarisch vielfältigen Tag mit der grandiosen Sushi-Auswahl auf der heimischen Couch mit Blick auf den fröhlich-bunten Frühlingsstrauß und freuen uns jetzt schon auf den nächsten Ausflug in die Frankfurter Gastronomie.

Hoffentlich bald auch wieder ohne Lockdown und to-go-Menü.