Frankfurter Weihnachtsbaum

  • Standort: Bad Orb, 31 Meter hoch, 4 Tonnen schwer, 80 Jahre jung.

Der Frankfurter Weihnachtsbaum 2019

 

Der diesjährige Weihnachtsbaum ist eine Schenkung der Kurstadt Bad Orb im Spessart.

Ursprünglich wurde eine rund 32 Meter hohe und 10 Tonnen schwere 80-jährige Fichte im Bad Orber Wildpark ausgewählt. Vermutlich sind viele Frankfurter während ihres Aufenthaltes im Schullandheim auf der Wegscheide beim Besuch des Wildparks schon an diesem Baum vorbeigegangen. Die Äste dieses Baumes brachen allerdings beim Binden und Verladen, sodass in einer Nacht- und Nebelaktion ein zweiter Baum gefällt werden musste.

Dieser ist nun 31 Meter hoch, 4 Tonnen schwer und etwa 80 Jahre alt.

Die Bäume wurden gemeinsam mit dem örtlichen Förster nach forstwirtschaftlichen Kriterien und im Hinblick auf ökologische Gesichtspunkte ausgewählt. Die Fichten unmittelbar rund um die Weihnachtsbäume sind bereits von Borkenkäfern befallen und stark erkrankt. Das Brechen der Äste des ersten Baumes ist auch ein klarer Hinweis auf die Trockenheit, der die Flachwurzler in den vergangenen Jahren ausgesetzt waren.  Die beiden Bäume hätten zeitnah gefällt werden müssen, wenn sie dort stehen geblieben wären.

Nach seinem ‚Auftritt‘ auf dem Römerberg wird der Stamm gemeinnützig weiterverarbeitet und zu Tischen und Bänken für ein ‚Grünes Klassenzimmer‘ am Schullandheim in Bad Orb. Das ebengleiche passiert mit dem Stamm der nicht transportfähigen ersten Fichte.

Die Bäume tragen den sagenumwobenen Namen Peter von Orb, benannt nach dem berühmt-berüchtigten Räuber und Wilderer, der mit seiner Bande in den tiefen Spessartwäldern sein Unwesen trieb. Damals, zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, galt er als eine Art Robin Hood – er wurde gefürchtet, gehasst, aber von den einfachen Leuten auch geachtet: Denn Peter von Orb bediente sich am Eigentum der Reichen und schenkte es den Armen. Einen ordentlichen Teil aber behielt er für sich selbst und seine Bande.